AB 22. NOVEMBER IN DEUTSCHLAND UND BEREITS JETZT IN DER SCHWEIZ IM KINO

Synopsis

„Girl from Ipanema“, „Chega de Saudade“ oder „Corcovado“- diese Klassiker der Bossa Nova sind nach wie vor Welthits der lateinamerikanischen Musik. Erfunden wurde ihr einzigartiger, leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber seit langem kaum jemand gesprochen hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem Hotelzimmer in Rio de Janeiro versteckt: João Gilberto.

WO BIST DU, JOÃO GILBERTO? ist die filmische Nacherzählung des Buches „Hobalala“ des deutschen Journalisten Marc Fischer. In seinem Buch erzählt Fischer von seiner obsessiven Suche nach seinem Idol, der brasilianischen Musiklegende João Gilberto. Eine Woche vor dem Erscheinen seines Buches nahm sich der erst 41-jährige Journalist das Leben.

Filmemacher Georges Gachot hat sich nun der Geschichte angenommen, mit dem Buch unter dem Arm streift Gachot wie mit einem Reiseführer durch die Welt der Bossa Nova. Er möchte das Portrait, das Fischer mit seinem Buch „Hobalala“ über João Gilberto und die Bossa Nova- Musikwelt geschrieben hat, ergänzen und dessen vergebliche Suche vollenden. Auf Basis von Fischers Begegnungen, Aufzeichnungen, Tagebucheinträgen, Fotos, sowie Bild- und Tonaufnahmen bricht Gachot auf eine tragikomische, musikalische Reise zu den Ursprüngen und Wegbereitern der Bossa Nova auf und kommt dabei dem legendären verschollenen Musiker unerreicht nahe.

Während des Films beginnen die Figuren von Gachot und Fischer in den Straßen von Rio de Janeiro auf der Suche nach João Gilberto nach und nach zu verschmelzen und letztendlich in der Sehnsucht, die die Bossa Nova beschwört, selbst aufzugehen.

  • Georges Gachot in Rio
  • Roberto Menescal
  • Georges Gachot mit Watson im Gespräch mit Gilbertos' Manager
  • Georges Gachot
  • Marc Fischer

Hintergrund

Georges Gachot

Georges Gachot - Regiestatement

Drei Jahre nach seinem Tod habe ich Marc Fischers Buch gelesen. Die Ehrlichkeit seines Buches hat mich sehr berührt. Man versteht gleich, dass das, was Marc antreibt, seine Liebe zu João Gilbertos Musik ist, die Suche nach der absoluten Schönheit, die er in Gilbertos Musik erkennt.

Es besteht eine erstaunliche Analogie zwischen Marcs Suche nach dem Wesen der brasilianischen Musik und meiner eigenen Suche, bin ich doch ein Autor von Musikfilmen, die sich ganz besonders mit brasilianischer Musik, und, konsequenterweise, mit der brasilianischen Kultur auseinandersetzen. Ich habe in den letzten zehn Jahren drei Filme über brasilianische Musiker realisiert. Sie liefen im Kino, auch in Brasilien, und wurden auf unzähligen Fernsehsendern ausgestrahlt und kommerziell auf DVD vertrieben. Marcs Geschichte betrifft mich direkt, unsere Wege haben verblüffende, gemeinsame Schnittstellen. Ich war gleichzeitig in Rio wie er, wir waren zur selben Zeit in den gleichen Straßen unterwegs. Marc suchte jene Menschen, die mit Gilberto zu tun gehabt haben und viele dieser brasilianischen Musiker und Künstler sind Leute, die ich seit Jahren begleite und kenne. Einige sind heute Freunde von mir und sind in meinen Filmen präsent. Miucha, Gilberto’s ehemalige Frau, kenne ich seit 2003, weil sie in meinem Film über Maria Bethânia mitgewirkt hat. Während meiner häufigen Aufenthalte in Brasilien habe ich regelmäßig selber versucht, João Gilberto zu treffen –vergeblich. Ich habe sogar versucht, ihm DVDs meiner Filme über Martha Argerich und Maria Bethânia zukommen zu lassen.. Ob er sie wohl erhalten hat? Er erinnert mich an Glenn Gould, den kanadischen Pianisten und herausragenden Bach-Interpreten. Glenn Gould hat im Alter von 32 Jahren aufgehört, Konzerte zu geben, um sich einzig und allein seinen Aufnahmen zu widmen. Keine Konzerte, kein Publikum, der einzige Spiegel seiner Kunst war er selbst. Wie João Gilberto. Man kann also sagen, ich erkenne mich in Marc Fischer wieder. Wir sind beides Nordeuropäer; ich in Paris geboren, seit 33 Jahren in Zürich lebend, Marc, ein Hamburger, der in Berlin lebte. Beide trieb es uns aus unseren kalten Ländern in das exotische Brasilien. Unser beider Blick auf Brasilien ist der des Fremden. Ich glaube, dass ein wichtiges, tiefer liegendes Motiv des Buches und des Filmes die Sehnsucht ist. Dieses Wort kommt in Marc Fischers Buch immer wieder vor, ein zutiefst deutsches Wort, das keine Entsprechung hat im Englischem oder Französischen, aber eigenartigerweise dem brasilianischen „Saudade“ durchaus entspricht. Das erste Bossa Nova Lied, das João Gilberto aufgenommen hat, heißt übrigens „Chega de Saudade“ – genug von der Sehnsucht.

Der Sehnende möchte etwas erreichen, von dem er vermutlich schon vorab weiß, dass es wohl unerreichbar bleibt. Und manchmal sucht er etwas, um schließlich etwas ganz anderes zu finden. Diese Sehnsucht ist für Marc Fischer der Rhythmus der Bossa Nova, und ihr magischer Interpret heißt João Gilberto.

„Hegel sagt, die Sehnsucht sei unglückliches, entzweites Bewusstsein.
Und immer, immer tut sie weh. Meine Sehnsucht ist ein Mensch in Berlin. Und João natürlich.“ (Hobalala)

Fischer reiste sehr viel, liebte Ernest Hemingway und seine Sehnsucht nach der Musik eines fernen, tropischen Landes steht vielleicht in der langen Tradition der deutschen Sehnsucht nach dem Land, wo die Zitronen blühen. Die Auseinandersetzung mit dem Buch und dessen Verfilmung ermöglichen es mir, mir selbst einige Fragen zu stellen. Eine Art Bilanz zu ziehen über meine letzten Arbeitsjahre, die ich der brasilianischen Musik gewidmet habe. Die Frage, warum man etwas macht, ist nie abgeschlossen.

Marc Fischer

Marc Fischer - Journalist und Autor

Marc Fischer lebt nicht mehr, er hat sich 2011 mit 41 Jahren das Leben genommen, eine Woche vor der ersten Veröffentlichung von „Hobalala – Auf der Suche nach João Gilberto“. Sein Tod wirft einen eigenartigen Schatten auf sein Buch und seine Suche nach João Gilberto. Fischer war kein unbekannter Autor in Deutschland. Inspiriert vom amerikanischem New Journalism stieg Fischer sehr jung Mitte der neunziger Jahre beim Monatsmagazin TEMPO zum Star auf. Danach hätte er sich bei den etablierten Medien einen Schreibtisch aussuchen können, aber er streifte weiterhin durch die entlegenen Ecken der Welt. Er war immer auf der Jagd nach Geschichten, getrieben von einer Sehnsucht nach einer gebrochenen Schönheit, die ihm wichtiger war als ein regelmäßiges Monatsgehalt. Er schrieb für STERN, SPIEGEL und DIE ZEIT. Wegen seiner Arbeiten für die Zeitschrift TEMPO galt er als ein Vorreiter des Popjournalismus der 1990er Jahre, bei dem der berichtende Journalist als handelndes Subjekt im eigenen Artikel auftritt. Für eine gewisse Zeit war Fischer fast ein Popstar – oder zumindest Inbegriff des Popjournalisten. Fischer war auch Sänger in der New Wave Gruppe TORPEDO BOYZ. Hat sein Freitod etwas mit dem Buch zu tun? Marc Fischer schreibt in „Hobalala – Auf der Suche nach João Gilberto“, wie ihm Roberto Menescal, ein Musikerkollege Gilbertos, von der ungeheuren Wirkung erzählte, die João Gilberto auf seine Umgebung ausübe. Wie manche Menschen krank würden, nachdem sie mit ihm zu tun hatten, andere unglücklich. João Gilberto sei gefährlich, sagt er. Etwas Dunkles sei an ihm. Er verändere die Menschen.

Du wirst vielleicht den Rest deines Lebens verdammt sein.
Menescal lächelt nicht, als er das sagt.
(Hobalala)

Man liest solche Stellen nun mit einem mulmigen Gefühl. Hat er es nicht ausgehalten, versagt zu haben, Gilberto nicht getroffen zu haben? Fischer nach Schönheit dürstend, auf dem Weg der reinen Kunst, der ewigen Liebe, wird zu einer mythologischen Figur, dessen Leben seinen Sinn verliert, weil es ihm nicht gelingt, sein Ziel zu erreichen.



Gewinnspiel

Um teilzunehmen, beantworten Sie folgende Frage:
Welcher Song wurde von João Gilberto gesungen?
a) Heartbreak Hotel
b) Mas Que Nada
c) Girl from Ipanema
1. PREIS:
Brasilien-Rundreise für zwei Personen

Der Gewinner nimmt teil an der faszinierenden Kleingruppenreise "Highlights Brasiliens". Starten Sie Ihr Abenteuer in João Gilbertos Rio de Janeiro. Zuckerhut, Christusstatue und Copacabana erwarten Sie. Weiter geht Ihre Brasilien Reise zu den weltweit schönsten Wasserfällen in Foz do Iguaçu, die Sie von der argentinischen und brasilianischen Seite kennenlernen. Krönender Abschluss ist der Aufenthalt in einer Amazonas Dschungel-Lodge. Auf Bootsausflügen und Wanderungen tauchen Sie tief in den Regenwald ein. In diesem Brasilien Urlaub werden Sie unvergesslich schöne Eindrücke sammeln!* www.aventuradobrasil.de

2. PREIS:
Calida Loretta Konzertgitarre

Die Calida Loretta Konzertgitarre ist aus ausgesuchten Klanghölzern in bester Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Durch ihre leichte Spielbarkeit und den ausgewo-genen Klang ist Sie gleichermaßen für ambitionierte Einsteiger als auch für fortgeschrittene Gitarristen das ideale Instrument. www.kirstein.de

3. PREIS:
Nostalgie Plattenspieler

Mit der hochwertigen Nostalgie Anlage von Cyberlux fühlen Sie sich in eine andere Zeit versetzt. Eine Anlage aus hochwertigem Holz und einzigartigem Retro Design vollgepackt mit moderner Technik u.a. mit Plattenspieler, CD/MP3 Player, FM-Radio, USB, AUX IN, Kassettendeck, Bluetooth und Fernbedienung. www.cyberlux24.de

4. - 6. PREIS:
Rio de Janeiro Reiseführer

Kurz ein Stück Welt entdecken: mit dem DuMont Direkt Reiseführer können Sie sich zwanglos unter die Menschen in Rio de Janeiro mischen, direkt in das Stadtleben eintauchen und die Highlights und Hotspots kennenlernen. www.dumontreise.de

1. PREIS:
Brasilien-Rundreise für zwei Personen

Der Gewinner nimmt teil an der faszinierenden Kleingruppenreise "Highlights Brasiliens". Starten Sie Ihr Abenteuer in João Gilbertos Rio de Janeiro. Zuckerhut, Christusstatue und Copacabana erwarten Sie. Weiter geht Ihre Brasilien Reise zu den weltweit schönsten Wasserfällen in Foz do Iguaçu, die Sie von der argentinischen und brasilianischen Seite kennenlernen. Krönender Abschluss ist der Aufenthalt in einer Amazonas Dschungel-Lodge. Auf Bootsausflügen und Wanderungen tauchen Sie tief in den Regenwald ein. In diesem Brasilien Urlaub werden Sie unvergesslich schöne Eindrücke sammeln!* www.aventuradobrasil.de

2. PREIS:
Calida Loretta Konzertgitarre

Die Calida Loretta Konzertgitarre ist aus ausgesuchten Klanghölzern in bester Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Durch ihre leichte Spielbarkeit und den ausgewo-genen Klang ist Sie gleichermaßen für ambitionierte Einsteiger als auch für fortgeschrittene Gitarristen das ideale Instrument. www.kirstein.de

3. PREIS:
Nostalgie Plattenspieler

Mit der hochwertigen Nostalgie Anlage von Cyberlux fühlen Sie sich in eine andere Zeit versetzt. Eine Anlage aus hochwertigem Holz und einzigartigem Retro Design vollgepackt mit moderner Technik u.a. mit Plattenspieler, CD/MP3 Player, FM-Radio, USB, AUX IN, Kassettendeck, Bluetooth und Fernbedienung. www.cyberlux24.de

4. - 6. PREIS:
Rio de Janeiro Reiseführer

Kurz ein Stück Welt entdecken: mit dem DuMont Direkt Reiseführer können Sie sich zwanglos unter die Menschen in Rio de Janeiro mischen, direkt in das Stadtleben eintauchen und die Highlights und Hotspots kennenlernen. www.dumontreise.de

Teilnahmebedingungen: Einsendeschluss ist der 22.01.2019. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Teilnahme ist nur für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland möglich. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der farbfilm verleih GmbH.

*Der Gewinn umfasst die Landleistungen für zwei Personen im Doppelzimmer. Beginn der 10-tägigen Reise ist der 19. Mai 2019. Langstrecken- und Inlandsflüge müssen vom Gewinner selber gebucht werden. Bei der Buchung ist Aventura do Brasil gerne behilflich.

Die Buchvorlage zum Film

suhrkamp taschenbuch, 197 Seiten, ISBN: 978-3-518-46375-8
D: 8,99 €, A: 9,30 €, CH: 13,50 sFr

weitere informationen

HOBALALA - Auf der Suche nach João Gilberto
von Marc Fischer (Autor)

»Girl from Ipanema«, »Chega de Saudade«, »Desafinado« – diese Klassiker der Bossa Nova sind täglich in den Cafés, Clubs und Radios dieser Welt zu hören. Sie sind berühmt, weil sie so sind, wie Musik sein sollte: ewig gültig und trotzdem immer wieder neu. Erfunden wurde ihr einzigartiger leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber kaum jemand geredet hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem Apartment in Rio de Janeiro versteckt: João Gilberto. In "Hobalala" macht sich Marc Fischer auf die Suche nach der letzten großen Musiklegende unserer Zeit. Er trifft Freunde, Frauen, Weggefährten, um herauszufinden, wie das Herz der Bossa Nova im Innersten tickt und was Lohn und Preis der Kunst sind. Eine literarische Detektivgeschichte über den großen, geheimnisvollen Mr. João Gilberto.

Die Buchvorlage zum Film

suhrkamp taschenbuch, 197 Seiten, ISBN: 978-3-518-46375-8
D: 8,99 €, A: 9,30 €, CH: 13,50 sFr

weitere informationen

HOBALALA - Auf der Suche nach João Gilberto
von Marc Fischer (Autor)

»Girl from Ipanema«, »Chega de Saudade«, »Desafinado« – diese Klassiker der Bossa Nova sind täglich in den Cafés, Clubs und Radios dieser Welt zu hören. Sie sind berühmt, weil sie so sind, wie Musik sein sollte: ewig gültig und trotzdem immer wieder neu. Erfunden wurde ihr einzigartiger leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber kaum jemand geredet hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem Apartment in Rio de Janeiro versteckt: João Gilberto. In Hobalala macht sich Marc Fiscauf die Suche nach der letzten großen Musiklegende unserer Zeit. Er trifft Freunde, Frauen, Weggefährten, um herauszufinden, wie das Herz der Bossa Nova im Innersten tickt und was Lohn und Preis der Kunst sind. Eine literarische Detektivgeschichte über den großen, geheimnisvollen Mr. João Gilberto.

Cast

Mitwirkende:

Georges Gachot,
Marc Fischer,
Miúcha,
Rachel,
João Donato,
Roberto Menescal,
Marcos Valle,
Garrincha,
Geraldo Miranda,
Octavio Terceiro,
Anselmo Rocha

Crew

Regie:

Georges Gachot

Buch:

Georges Gachot,
Paolo Poloni

Musik:

Donato João

Schnitt:

Julie Pelat

Bildgestaltung:

Stéphane Kuthy

Redaktion:

Matthias Leybrand (BR),
Monika Lobkowicz (arte),
Urs Augstburger (SRF),
Iréne Challand (RTS)

Produzenten:

Georges Gachot,
Pierre-Olivier Bardet,
Christoph Menardi,
Andreas Atzwanger,
Torben Struck

Produktion:

Gachot Films,
Idéale Audience,
NEOS Film

Koproduktion:

Bayerischer Rundfunk
in Zusammenarbeit mit ARTE,
RTS Radio Télévision Suisse,
Schweizer Radio und Fernsehen

Gefördert von:

OFFICE FÉDÉRALE DE LA CULTURE,
SUCCÈSS PASSAGE ANTENNE,
FONDS CULTUREL SUISSIMAGE,
ZÜRCHER FILMSTIFTUNG,
SRG SSR IDÉES SUISSE,
FONDS CULTUREL DE LA SOCIETE DES AUTEURS (SSA),
MEDIA DESK SUISSE,
DESJARDIN SA,
DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS,
FILMFERNSEHFONDS BAYERN,
CNC,
EURIMAGES

Partner

  • synopsis

    „Girl from Ipanema“, „Chega de Saudade“ oder „Corcovado“- diese Klassiker der Bossa Nova sind nach wie vor Welthits der lateinamerikanischen Musik. Erfunden wurde ihr einzigartiger, leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber seit langem kaum jemand gesprochen hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem Hotelzimmer in Rio de Janeiro versteckt: João Gilberto.

    WO BIST DU, JOÃO GILBERTO? ist die filmische Nacherzählung des Buches „Hobalala“ des deutschen Journalisten Marc Fischer. In seinem Buch erzählt Fischer von seiner obsessiven Suche nach seinem Idol, der brasilianischen Musiklegende João Gilberto. Eine Woche vor dem Erscheinen seines Buches nahm sich der erst 41-jährige Journalist das Leben.

    Filmemacher Georges Gachot hat sich nun der Geschichte angenommen, mit dem Buch unter dem Arm streift Gachot wie mit einem Reiseführer durch die Welt der Bossa Nova. Er möchte das Portrait, das Fischer mit seinem Buch „Hobalala“ über João Gilberto und die Bossa Nova- Musikwelt geschrieben hat, ergänzen und dessen vergebliche Suche vollenden. Auf Basis von Fischers Begegnungen, Aufzeichnungen, Tagebucheinträgen, Fotos, sowie Bild- und Tonaufnahmen bricht Gachot auf eine tragikomische, musikalische Reise zu den Ursprüngen und Wegbereitern der Bossa Nova auf und kommt dabei dem legendären verschollenen Musiker unerreicht nahe.

    Während des Films beginnen die Figuren von Gachot und Fischer in den Straßen von Rio de Janeiro auf der Suche nach João Gilberto nach und nach zu verschmelzen und letztendlich in der Sehnsucht, die die Bossa Nova beschwört, selbst aufzugehen.

  • Trailer

  • Galerie

    Georges Gachot in Rio
    Roberto Menescal
    Georges Gachot mit Watson im Gespräch mit Gilbertos' Manager
    Georges Gachot
    Marc Fischer
  • Hintergrund

    Georges Gachot - Regiestatement

    Drei Jahre nach seinem Tod habe ich Marc Fischers Buch gelesen. Die Ehrlichkeit seines Buches hat mich sehr berührt. Man versteht gleich, dass das, was Marc antreibt, seine Liebe zu João Gilbertos Musik ist, die Suche nach der absoluten Schönheit, die er in Gilbertos Musik erkennt.

    Es besteht eine erstaunliche Analogie zwischen Marcs Suche nach dem Wesen der brasilianischen Musik und meiner eigenen Suche, bin ich doch ein Autor von Musikfilmen, die sich ganz besonders mit brasilianischer Musik, und, konsequenterweise, mit der brasilianischen Kultur auseinandersetzen. Ich habe in den letzten zehn Jahren drei Filme über brasilianische Musiker realisiert. Sie liefen im Kino, auch in Brasilien, und wurden auf unzähligen Fernsehsendern ausgestrahlt und kommerziell auf DVD vertrieben. Marcs Geschichte betrifft mich direkt, unsere Wege haben verblüffende, gemeinsame Schnittstellen. Ich war gleichzeitig in Rio wie er, wir waren zur selben Zeit in den gleichen Straßen unterwegs. Marc suchte jene Menschen, die mit Gilberto zu tun gehabt haben und viele dieser brasilianischen Musiker und Künstler sind Leute, die ich seit Jahren begleite und kenne. Einige sind heute Freunde von mir und sind in meinen Filmen präsent. Miucha, Gilberto’s ehemalige Frau, kenne ich seit 2003, weil sie in meinem Film über Maria Bethânia mitgewirkt hat. Während meiner häufigen Aufenthalte in Brasilien habe ich regelmäßig selber versucht, João Gilberto zu treffen –vergeblich. Ich habe sogar versucht, ihm DVDs meiner Filme über Martha Argerich und Maria Bethânia zukommen zu lassen.. Ob er sie wohl erhalten hat? Er erinnert mich an Glenn Gould, den kanadischen Pianisten und herausragenden Bach-Interpreten. Glenn Gould hat im Alter von 32 Jahren aufgehört, Konzerte zu geben, um sich einzig und allein seinen Aufnahmen zu widmen. Keine Konzerte, kein Publikum, der einzige Spiegel seiner Kunst war er selbst. Wie João Gilberto. Man kann also sagen, ich erkenne mich in Marc Fischer wieder. Wir sind beides Nordeuropäer; ich in Paris geboren, seit 33 Jahren in Zürich lebend, Marc, ein Hamburger, der in Berlin lebte. Beide trieb es uns aus unseren kalten Ländern in das exotische Brasilien. Unser beider Blick auf Brasilien ist der des Fremden. Ich glaube, dass ein wichtiges, tiefer liegendes Motiv des Buches und des Filmes die Sehnsucht ist. Dieses Wort kommt in Marc Fischers Buch immer wieder vor, ein zutiefst deutsches Wort, das keine Entsprechung hat im Englischem oder Französischen, aber eigenartigerweise dem brasilianischen „Saudade“ durchaus entspricht. Das erste Bossa Nova Lied, das João Gilberto aufgenommen hat, heißt übrigens „Chega de Saudade“ – genug von der Sehnsucht.

    Der Sehnende möchte etwas erreichen, von dem er vermutlich schon vorab weiß, dass es wohl unerreichbar bleibt. Und manchmal sucht er etwas, um schließlich etwas ganz anderes zu finden. Diese Sehnsucht ist für Marc Fischer der Rhythmus der Bossa Nova, und ihr magischer Interpret heißt João Gilberto.

    „Hegel sagt, die Sehnsucht sei unglückliches, entzweites Bewusstsein.
    Und immer, immer tut sie weh. Meine Sehnsucht ist ein Mensch in Berlin. Und João natürlich.“ (Hobalala)

    Fischer reiste sehr viel, liebte Ernest Hemingway und seine Sehnsucht nach der Musik eines fernen, tropischen Landes steht vielleicht in der langen Tradition der deutschen Sehnsucht nach dem Land, wo die Zitronen blühen. Die Auseinandersetzung mit dem Buch und dessen Verfilmung ermöglichen es mir, mir selbst einige Fragen zu stellen. Eine Art Bilanz zu ziehen über meine letzten Arbeitsjahre, die ich der brasilianischen Musik gewidmet habe. Die Frage, warum man etwas macht, ist nie abgeschlossen.

    Marc Fischer - Journalist und Autor

    Marc Fischer lebt nicht mehr, er hat sich 2011 mit 41 Jahren das Leben genommen, eine Woche vor der ersten Veröffentlichung von „Hobalala – Auf der Suche nach João Gilberto“. Sein Tod wirft einen eigenartigen Schatten auf sein Buch und seine Suche nach João Gilberto. Fischer war kein unbekannter Autor in Deutschland. Inspiriert vom amerikanischem New Journalism stieg Fischer sehr jung Mitte der neunziger Jahre beim Monatsmagazin TEMPO zum Star auf. Danach hätte er sich bei den etablierten Medien einen Schreibtisch aussuchen können, aber er streifte weiterhin durch die entlegenen Ecken der Welt. Er war immer auf der Jagd nach Geschichten, getrieben von einer Sehnsucht nach einer gebrochenen Schönheit, die ihm wichtiger war als ein regelmäßiges Monatsgehalt. Er schrieb für STERN, SPIEGEL und DIE ZEIT. Wegen seiner Arbeiten für die Zeitschrift TEMPO galt er als ein Vorreiter des Popjournalismus der 1990er Jahre, bei dem der berichtende Journalist als handelndes Subjekt im eigenen Artikel auftritt. Für eine gewisse Zeit war Fischer fast ein Popstar – oder zumindest Inbegriff des Popjournalisten. Fischer war auch Sänger in der New Wave Gruppe TORPEDO BOYZ. Hat sein Freitod etwas mit dem Buch zu tun? Marc Fischer schreibt in „Hobalala – Auf der Suche nach João Gilberto“, wie ihm Roberto Menescal, ein Musikerkollege Gilbertos, von der ungeheuren Wirkung erzählte, die João Gilberto auf seine Umgebung ausübe. Wie manche Menschen krank würden, nachdem sie mit ihm zu tun hatten, andere unglücklich. João Gilberto sei gefährlich, sagt er. Etwas Dunkles sei an ihm. Er verändere die Menschen.

    Du wirst vielleicht den Rest deines Lebens verdammt sein.
    Menescal lächelt nicht, als er das sagt.
    (Hobalala)

    Man liest solche Stellen nun mit einem mulmigen Gefühl. Hat er es nicht ausgehalten, versagt zu haben, Gilberto nicht getroffen zu haben? Fischer nach Schönheit dürstend, auf dem Weg der reinen Kunst, der ewigen Liebe, wird zu einer mythologischen Figur, dessen Leben seinen Sinn verliert, weil es ihm nicht gelingt, sein Ziel zu erreichen.



  • Gewinnspiel

    UM TEILZUNEHMEN, BEANTWORTE FOLGENDE FRAGE:

    Welcher Song wurde von João Gilberto gesungen?

    1. PREIS:
    Brasilien-Rundreise für zwei Personen

    Der Gewinner nimmt teil an der faszinierenden Kleingruppenreise "Highlights Brasiliens". Starten Sie Ihr Abenteuer in João Gilbertos Rio de Janeiro. Zuckerhut, Christusstatue und Copacabana erwarten Sie. Weiter geht Ihre Brasilien Reise zu den weltweit schönsten Wasserfällen in Foz do Iguaçu, die Sie von der argentinischen und brasilianischen Seite kennenlernen. Krönender Abschluss ist der Aufenthalt in einer Amazonas Dschungel-Lodge. Auf Bootsausflügen und Wanderungen tauchen Sie tief in den Regenwald ein. In diesem Brasilien Urlaub werden Sie unvergesslich schöne Eindrücke sammeln!* www.aventuradobrasil.de

    2. PREIS:
    Calida Loretta Konzertgitarre

    Die Calida Loretta Konzertgitarre ist aus ausgesuchten Klanghölzern in bester Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Durch ihre leichte Spielbarkeit und den ausgewo-genen Klang ist Sie gleichermaßen für ambitionierte Einsteiger als auch für fortgeschrittene Gitarristen das ideale Instrument. www.kirstein.de

    3. PREIS:
    Nostalgie Plattenspieler

    Mit der hochwertigen Nostalgie Anlage von Cyberlux fühlen Sie sich in eine andere Zeit versetzt. Eine Anlage aus hochwertigem Holz und einzigartigem Retro Design vollgepackt mit moderner Technik u.a. mit Plattenspieler, CD/MP3 Player, FM-Radio, USB, AUX IN, Kassettendeck, Bluetooth und Fernbedienung. www.cyberlux24.de

    4. - 6. PREIS:
    Rio de Janeiro Reiseführer

    Kurz ein Stück Welt entdecken: mit dem DuMont Direkt Reiseführer können Sie sich zwanglos unter die Menschen in Rio de Janeiro mischen, direkt in das Stadtleben eintauchen und die Highlights und Hotspots kennenlernen. www.dumontreise.de

    Teilnahmebedingungen: Einsendeschluss ist der 22.01.2019. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Teilnahme ist nur für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland möglich. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der farbfilm verleih GmbH.

    *Der Gewinn umfasst die Landleistungen für zwei Personen im Doppelzimmer. Beginn der 10-tägigen Reise ist der 19. Mai 2019. Langstrecken- und Inlandsflüge müssen vom Gewinner selber gebucht werden. Bei der Buchung ist Aventura do Brasil gerne behilflich.

  • Das Buch

    Die Buchvorlage zum Film

    suhrkamp taschenbuch, 197 Seiten, ISBN: 978-3-518-46375-8
    D: 8,99 €, A: 9,30 €, CH: 13,50 sFr

    weitere informationen

    HOBALALA - Auf der Suche nach João Gilberto
    von Marc Fischer (Autor)

    »Girl from Ipanema«, »Chega de Saudade«, »Desafinado« – diese Klassiker der Bossa Nova sind täglich in den Cafés, Clubs und Radios dieser Welt zu hören. Sie sind berühmt, weil sie so sind, wie Musik sein sollte: ewig gültig und trotzdem immer wieder neu. Erfunden wurde ihr einzigartiger leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber kaum jemand geredet hat, weil er sich seit dreißig Jahren in einem Apartment in Rio de Janeiro versteckt: João Gilberto. In "Hobalala" macht sich Marc Fiscauf die Suche nach der letzten großen Musiklegende unserer Zeit. Er trifft Freunde, Frauen, Weggefährten, um herauszufinden, wie das Herz der Bossa Nova im Innersten tickt und was Lohn und Preis der Kunst sind. Eine literarische Detektivgeschichte über den großen, geheimnisvollen Mr. João Gilberto.

  • Cast & Crew

    Cast

    Mitwirkende:

    Georges Gachot,
    Marc Fischer,
    Miúcha,
    Rachel,
    João Donato,
    Roberto Menescal,
    Marcos Valle,
    Garrincha,
    Geraldo Miranda,
    Octavio Terceiro,
    Anselmo Rocha

    Crew

    Regie:

    Georges Gachot

    Buch:

    Georges Gachot,
    Paolo Poloni

    Musik:

    Donato João

    Schnitt:

    Julie Pelat

    Bildgestaltung:

    Stéphane Kuthy

    Redaktion:

    Matthias Leybrand (BR),
    Monika Lobkowicz (arte),
    Urs Augstburger (SRF),
    Iréne Challand (RTS)

    Produzenten:

    Georges Gachot,
    Pierre-Olivier Bardet,
    Christoph Menardi,
    Andreas Atzwanger,
    Torben Struck

    Produktion:

    Gachot Films,
    Idéale Audience,
    NEOS Film

    Koproduktion:

    Bayerischer Rundfunk
    in Zusammenarbeit mit ARTE,
    RTS Radio Télévision Suisse,
    Schweizer Radio und Fernsehen

    Gefördert von:

    OFFICE FÉDÉRALE DE LA CULTURE,
    SUCCÈSS PASSAGE ANTENNE,
    FONDS CULTUREL SUISSIMAGE,
    ZÜRCHER FILMSTIFTUNG,
    SRG SSR IDÉES SUISSE,
    FONDS CULTUREL DE LA SOCIETE DES AUTEURS (SSA),
    MEDIA DESK SUISSE,
    DESJARDIN SA,
    DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS,
    FILMFERNSEHFONDS BAYERN,
    CNC,
    EURIMAGES

  • im Kino

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FARBFILM VERLEIH präsentiert eine     GACHOT FILMS, NEOS FILM, IDÉALE AUDIENCE Produktion     in Koproduktion mit SCHWEIZER RADIO UND FERNSEHEN, RADIO TÉLÉVISION SUISSE, BAYERISCHER RUNDFUNK     in Zusammenarbeit mit ARTE

Regie GEORGES GACHOT     Kamera STÉPHANE KUTHY     Ton BALTHASAR JUCKER     Schnitt JULIE PELAT     Mischung MICHAEL KRANZ    Color Grading TRAUDL NICHOLSON     Musik JOÃO DONATO     mit der Beteiligung von MAX SIMONISCHEK

Buchvorlage “HOBALALA, AUF DER SUCHE NACH JOÃO GILBERTO” von MARC FISCHER     Drehbuch GEORGES GACHOT, PAOLO POLONI     Produktion GEORGES GACHOT, PIERRE-OLIVIER BARDET, CHRISTOPH MENARDI, ANDREAS ATZWANGER

Mit der Unterstützung von OFFICE FÉDÉRALE DE LA CULTURE, SUCCÈS PASSAGE ANTENNE SRG SSR, FONDS CULTUREL SUISSIMAGE, ZÜRCHER FILMSTIFTUNG, MEDIA DESK SUISSE, FONDS CULTUREL DE LA SOCIÉTÉ SUISSE DES AUTEURS, DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS, FILMFERNSEHFONDS BAYERN, DESJARDIN SAS, CNC und EURIMAGES